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    Zentrum für Sprachen

    Exkursion nach Palästina/Israel

    Tag 1 – Ankunft

    Am 20. März begann unsere Reise in Frankfurt. Von da aus ging es nach Tel Aviv, wo Gamiela Safiya schon auf uns wartete. Wir fuhren direkt weiter in das nur ca. 70 km entfernte Jerusalem. Dort fuhren wir zu unseren Unterkünften, aßen etwas und ließen die ersten Eindrücke der Stadt auf uns wirken.

    Tag 2 – Betlehem

    Am ersten Tag nach unserer Ankunft fuhren wir nach Betlehem ins Westjordanland. Am Checkpoint verlief alles reibungslos. Wir erkundeten die kleine Altstadt, besuchten die Geburtskirche und anschließend hatten wir ein Treffen mit Moїn Halloun, dem Autor unseres Palästinensisch-Lehrbuchs. Wir bekamen einen leckeren arabischen Kaffee und unterhielten uns etwas über sein Buch und die Schwierigkeiten der arabischen Sprache. Dann lud er uns zu seinem Unterricht am Abend nach Jerusalem ein. Nach dem Mittagessen besuchten wir die Universität von Betlehem. Ein Volontär aus Deutschland führte uns über das schöne Gelände. Auf dem Bild ist die Universitätskapelle zu sehen, in der Jesus Christus als Kind beziehungsweise Schüler dargestellt ist, damit sich die Studenten besser mit ihm identifizieren können.  Am Abend besuchten wir dann den Unterricht von Moїn Halloun. Die Kursteilnehmer kamen aus der ganzen Welt und arbeiteten zum Beispiel bei der UNO oder im Konsulat. Jeder von uns bekam einen Partner und dann erarbeiteten wir zusammen Dialoge.

     

    Tag 3 – Ramallah

    An diesem Tag fuhren wie nach Ramallah, dem Verwaltungszentrum des Westjordanlands. Wir besuchten die nahe gelegene Birzeit Universität und wurden spontan von einer befreundeten Familie unserer Dozentin zum Essen eingeladen. Der Tisch war über und über mit leckerem Essen bedeckt und zum Nachtisch gab es dann auch noch Knafeh (eine sehr leckere und süße palästinensische Nachspeise). Anschließend besuchten wir das Museum und die Gedenkstätte von Mahmoud Darwish (1941 – 2008), dem palästinensischen Nationaldichter. Im Museum konnte man einige persönliche Gegenstände und Bilder von ihm betrachten. Weil er nicht in seinem Geburtsort al-Birwa in Galiläa bestattet werden durfte, wurde er mit Erde aus seiner Heimat in Ramallah beigesetzt.

    Tag 4 – Jerusalem

    Am vierten Tag waren wir in Jerusalem. Eine Stadt, in der Tradition und Moderne aufeinandertreffen. Wenn man die Altstadt durch die historische Stadtmauer betritt, kommt man in eine andere Welt. Einheimische, Touristen und Pilger aus der ganzen Welt schlängeln sich durch die engen Gassen des riesigen Basars. Vorbei an der Via Dolorosa gingen wir zur Grabeskirche, zur El-Aqsa-Moschee und zum Felsendom.

    Tag 5 – Tent of Nations

    Die Nacht haben wir in der Nähe von Bethlehem auf einem Berg verbracht, im Tent of Nations. Das Land dort gehört einer palästinensischen Familie, die weder bauen darf, noch das Recht auf Strom- oder Wasserversorgung hat. Seit Jahrzehnten kämpfen sie um ihr Land und ihr Bleiberecht. Volontäre aus der ganzen Welt kommen zu ihnen und helfen dabei, das Land zu bearbeiten. Auch wir haben am nächsten Tag in den Weinbergen gearbeitet und waren froh, als nach einer sehr kalten Nacht die Sonne herauskam.

    Tag 6 – Koferyassif

    An Tag fünf konnten wir uns alle ein bisschen erholen. Wir waren in Koferyassif, dem Heimatdorf von Gamiela Safiya. Sehr nett wurden wir von ihrer Verwandtschaft aufgenommen und zum Frühstück bekamen wir gleich einen kleinen Arabischkochkurs. Nachdem wir das Dorf erkundet hatten, lernten wir unsere Gastfamilien kennen, bei denen wir die nächsten Abende und Nächte verbrachten.

    7. Tag

    An diesem Tag haben wir uns die alte Hafenstadt Akko angeschaut. Sie kam während der Kreuzzüge in die Hände der Christen und wurde sehr wichtig für Kreuzfahrer, Pilger und Händler. So blühte die Stadt auf und wurde zu einem Schmelztiegel der Kulturen. Besonders beeindruckend war die Festung der Templer, die wir besichtigt haben, genauso wie die ganze wunderschöne Altstadt und der Hafen.

    8. Tag

    Am achten Tag haben wir Nazareth besucht und dort die Verkündigungsbasilika besichtigt. Danach sind wir an das Westufer des Sees Genezareth gefahren. Auf dem gegenüberliegenden Ufer konnte man die Golan-Höhen sehen. Hier am See haben wir uns auch die Brotvermehrungskirche angeschaut. Am Abend sind wir zu einer heißen Schwefelquelle gefahren, die an der Grenze zu Jordanien liegt, um dort, in paradiesisch anmutender Umgebung, den Tag ausklingen zu lassen.

    9. Tag

    An unserem letzten Tag sind wir zum Ras an-Naqura gefahren. Auf dem Felsen befindet sich die israelisch-libanesische Grenze. Von oben hat man einen tollen Ausblick auf die Mittelmeerküste. Eine Seilbahn führt hinunter zu den Höhlen, die das Meer aus dem weißen Kalkstein ausgespült hat. Anschließend sind wir noch an den Strand gefahren und manche von uns haben im Meer gebadet, das gar nicht so kalt war, wie die Einheimischen uns glauben machen wollten. Nachmittags haben wir dann begonnen, das Abendessen vorzubereiten, zu dem wir alle Gasteltern eingeladen hatten. So wurde der Abend dann ein schöner Abschied von unseren Gastfamilien und von Koferyassif.

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